Wien

Wien ist unsere Stadt… hallt es oftmals von der Westtribüne Richtung Osten. Gleichermaßen wird dies natürlich auch in anderen Teilen des Landes, sowie im Ausland mit stolz geschwellter Brust zum Besten gegeben. Was Wien für einen Wiener bedeutet ist wohl in Worte nicht ganz so leicht zu fassen. Aber selten hat man eine derart kosmopolitische Stadt in solch einem Mantel der Gemütlichkeit angetroffen wie im Falle unserer Donaumetropole. Von Penzing bis Donaustadt, von Döbling bis Liesing (der angrenzende 10. Bezirk wurde hier absichtlich nicht als Beispiel für den Südteil der Stadt gewählt, warum nur..) beschritten viele große Menschen die engen Gassen unserer Stadt, oder das breite Wienflusstal, den Kahlenberg, die Donauinsel und so weiter, und so weiter, selbige waren fasziniert von der Ruhe in unserem Wien, von seinem spezifischen Flair, der Macht alles ruhiger angehen zu lassen, der Stärke stehen zu bleiben und zu diskutieren, der Fähigkeit die Welt mit anderen Augen zu sehen, mit den Augen eines echten Wieners…

…in der Gewissheit, dass die Veilchen selbigen Slogan schon ein wenig überstrapaziert haben, wollen wir trotzdem sagen „Ein echter Wiener geht nicht unter..“ und wird es auch nie, selten gibt es irgendwo im deutschsprachigen Raum eine solche Verbundenheit gegenüber einer Stadt, wie in unserem Wien – gewiss gibt es überall Geschichten über heroische Kämpfe, über besiegte Feinde und standgehaltene Angriffe gegen die Stadtmauern, es gibt überall Tradition und Potenzial für die Zukunft, aber selten kann man die Bewohner einer Stadt als eigenes Völkchen mit eigenen Sitten (für uns eigentlich nur positiv, fragt die Anderen warum sie uns nicht mögen?!), Vorstellungen und Traditionen und einer Liebe, welche die meisten von ihnen, die Betonung liegt auf meisten, teilen…

…den SK Rapid Wien – leider ist es momentan nicht mehr so wie noch vor ein paar Jahren, als der SK Rapid Gesprächsthema Nummer eins in jedem Café und jeder U-Bahn-Station war, jedoch fühlt sich wohl jeder echte (dieses Wort muss jetzt jeder mit sich selber vereinbaren..) Wiener als Anhänger des SK Rapid mit einem grünen Herzen und einem weißen Geist. Der Stadtkonkurrent soll in dieser Geschichte namentlich gar nicht genannt werden, er hat schon seine paar Freunde und Bekannte, ist aber Gast in dieser Stadt, kann jedoch auch mit seiner Historie bei weitem nicht mit der unsrigen, mit der Wienerischen grün-weißen Geschichte, mithalten.

Wir Wiener wussten immer tolerant zu sein, seit Anbeginn der Zeiten ist diese Stadt eine führende im Vereinen von Kulturen und Völkern, so ist unsere Stadt auch multikulturell und akzeptiert so ziemlich jeder Erscheinung, so auch in sportlicher und weitergehend betrachtet ideologischer Hinsicht. Es wird wohl auch das kommerzielle Gerüst unter Führung eines Amerikaners (Nein, kein Mc Donald’s..) irgendwann in den Grundzügen seiner Traumwelt und Pseudo-Ideologie zusammenbrechen und einen Neuanfang tätigen müssen…vielleicht sollte dieser Neuanfang auf jene weise Erfolgen, auf welchen der Erfolg und die Tradition des SK Rapid beruht - auf dem bedingungslosen Rückhalt der Bevölkerung und auf Tradition und Stolz vor dieser wunderbaren Stadt.

Der SK Rapid hat Anhänger weit hinter den Stadtgrenzen von Wien, selbige sind dem Charme dieses Vereines genauso verfallen wie wir, natürlich gibt es auch außerhalb Wiens Regionen welche tiefgrün sind, jedoch wird es wohl nicht so leicht sein in der Gegend mit germanisch geprägter Mentalität solch einen Weg, der sich nicht schneidet sondern parallel von Vergangenheit in die Zukunft führt, wie den des SK Rapid und seiner Heimat der Wiener Stadtgemeinde, zu finden.

Diese Lobeshymne an unser Städtchen mit all seinen Schönheiten und Eigenheiten (um es so zu formulieren…) spricht glauben wir den meisten Wienern aus dem Herzen und auch wenn wir noch so lang (ist ja erst seit jüngstem so, da ist am Verteilerkreis wohl eine Lampe aufgeleuchtet…) als „Vorstadtclub“ tituliert werden, wissen wir doch ganz genau, dass Wien wir sind, WIR UND NUR WIR.