Gründungsgeschichte |
Die Impressionen eines Derbys aus Rom waren der Anstoß für fünf Jugendliche aus dem Westen der Hauptstadt eine eigene Gruppe zu gründen und damit die Liebe gegenüber dem SK Rapid in selbiger zu zeigen, sowie eigene Ideen und Individualität, als auch Kreativität in jene mitein zu beziehen. In den ersten Monaten des Bestehens war die Präsenz auf allen Spielen das vorderste Ziel, bald darauf konzentrierte man sich auf die Erstellung von Utensilien, die eine Gruppe symbolisieren, sie auszeichnen und präsentieren, doch alle Anfänge sind schwer. Es lief zwar, aber nicht mit der Intensität, mit welcher man es gern hätte – jedoch überwindet man gemeinsam alle kleineren Krisen und immer mehr Gleichgesinnte freundeten sich mit dem Unterfangen an. Nach der Sommerpause der Spielzeit 2001/2002 wollte man durch spektakuläre Aktionen auf sich aufmerksam machen und vor allem die Präsenz, die uns kennzeichnet, da wir eine von wenigen Gruppen sind, die überall und immer präsent ist, verhalf uns ins Rampenlicht der Hütteldorfer Fanszene. Stolz konnte man darauf sein, aber die Qualität innerhalb der Gruppe stieg stetig und man konnte nach der Anschaffung eines neuen Heimtransparentes merken, dass die Sache jetzt schon ziemlich ernsthaft am Laufen war. Das Transparent wurde in Eisenstadt gegen „Hertha BSC“ zum ersten Mal präsentiert und wich seitdem nicht von der Seite des SCR, egal wo und wann sich dieser gegnerischen Mannschaften stellte, egal ob in Meisterschaft, Cup oder in freundschaftlichen Vergleichen. Leider folgte kurz darauf das Spiel in Eisenstadt, welches der Hütteldorfer Fanszene katastrophale Folgen bescherte – 7 Stadionverbote für teils führende Leute der Szene, ein herber Rückschlag und eine große Enttäuschung waren zudem die mediale Vorverurteilung, sowie die teils völlige Verdrehung der Fakten in den Medien. So entschlossen wir uns, wie es eigentlich selbstverständlicher nicht sein könnte, ein kleines Transparent mit der Aufschrift „Solidarität mit den Verbannten“ zu fertigen, welches seitdem in jedem Stadion aufgehängt wird und darauf hinweist, dass auf die 7 Leute nicht vergessen wurde... Nachdem die Integration in die Kurve vor dem Abschluss stand und die Kooperation mit den „Ultras Rapid Block West 1988“, der führenden Gruppierung der Fanszene in Wien XIV, wirklich vorbildlich erfolgte, entschloss man sich die erste größere Choreographie zu veranstalten. In Pasching folgte auch die große Stunde und zum Jahrestag der Gründung unserer Gruppe konnte man am Zaun des Auswärtssektors „Ein neuer Stern strahlt über Hütteldorf“ lesen, was schlicht und einfach die Präsenz unserer neugegründeten Gruppe dokumentierte. Zusammen mit Fähnchen und Doppelhaltern, die den Namen der Gruppe ergaben, ergab dies ein traumhaftes Bild. Eine wunderschöne Auswärtschoreographie, welche unsere Truppe in ungewohntes Zentrum stellte – das Unterfangen „Ultrà“ in Österreich ist kein leichtes und wir sind stolz darauf uns in einer so starken Fanszene etabliert zu haben, nach doch weniger als einem Jahr. Es folgten Verhandlungen mit den „Ultras Rapid Block West 1988“ über die Gründung einer Sektion bei ihnen und diese endeten im Einvernehmen, dass dies auch das Beste für alle Beteiligten sei. Es muss jedoch gesagt werden, dass man in allen wichtigen Fragen auf dem gleichen Nenner stand und nach wie vor steht, gegen Ende hin fühlten sich so ziemlich alle von uns schon als „UR“. Man versuchte ab diesem Zeitpunkt die Jugend der Kurve zu organisieren und die echten jungen „ULTRAS“ in unserer Sektion zu vereinigen. Nach dem Beitritt zu den „UR“ schwappte die Mitgliederzahl kurz hin und her, konsolidierte sich aber nach einiger Zeit und zusammen mit anderen jungen Elementen der Gruppe stellen wir nun die „Sektion Gioventù“, die als letzter Schritt zur Schaffung einer organisierten Sphäre in der Jugend der „UR“ gegründet wurde. Jederzeit wird uns auch in Zukunft jener junge Ultrà willkommen sein, für den seine Kurve und sein Verein das wichtigste im Leben sind, auf den man sich in jeder Situation verlassen kann und der niemals aufgibt – denn all das sind, so drastisch es klingen mag, Punkte die uns auszeichnen. Verschworene Einheit, große Freundschaft, Enthusiasmus und Gelassenheit gleichzeitig sind zu unseren Markenzeichen geworden und mittlerweile sind wir aus selbst so einer großen Gruppe wie den „UR“ bei weitem nicht mehr wegzudenken. Auf weitere erfolgreiche Jahre im Zeichen des Indianers, dessen Antlitz und Geschichte für uns Grund und Ansporn genug sind um auch den letzten Schweißtropfen, Gedanken und Nerv für unsere Kurve zu entbehren. Ultras Rapid sez. Gioventù |